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Programmheft 2017


Diagnose


Viele Menschen fragen sich: "Wie erkennt man eine Demenz? Wie wird die Diagnose gestellt?
Wie sehen erste Kennzeichen, Symptome aus, wo hört der 'normale'
Alterungsprozess auf, wo fängt Demenz an?"

 
Auch das Gehirn altert und arbeitet etwas langsamer als früher. Das ist völlig normal und nicht besorgniserregend. Ebenso kann es in Stress- und Überforderungssituationen kurzzeitig zu Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen kommen. Wenn diese Störungen länger anhalten, zusätzliche Gedächtnislücken und Orientierungsstörungen auftreten, sollten ihre Ursachen jedoch abgeklärt werden. Denn zum einen können zugrunde liegende körperliche Erkrankungen entdeckt und behandelt werden. Zum anderen können Demenzen – frühzeitig diagnostiziert – medikamentös behandelt und ihr Verlauf positiv beeinflusst werden.
 

Erste Anzeichen einer Demenz können sein (Beispiele):

  • Vergessen zurückliegender Ereignisse
  • Schwierigkeit, sich in unbekannter Umgebung zurecht zu finden (z.B. im Urlaub)
  • Probleme bei der Ausführung gewohnter Tätigkeiten (z.B. Kaffee kochen)
  • Nachlassendes Interesse an Arbeit oder Hobbys
  • Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen
  • Fassade, Floskeln, Verharmlosen, Verleugnen von Defiziten in der Hirnleistung

Diagnose durch eine Ärztin oder einen Arzt:


Ziel aller diagnostischen Anstrengungen ist es, die Krankheit in dem Zeitraum zu entdecken, in der es noch zu keinen deutlichen Leistungseinbußen gekommen ist und sie auf diesem Level aufzuhalten. Viele Angehörige stellen im Nachhinein fest, dass die Veränderungen schon sehr früh begonnen, sie aber nie an eine Demenz gedacht hätten.
 
Erste Anlaufstelle bei der Abklärung ist die Hausärztin oder der Hausarzt. Er kennt die Patientin oder den Patienten oft über lange Jahre und kann Veränderungen im Verhalten einschätzen und eine allgemeinmedizinische Untersuchung durchführen.
 
Zur genauen diagnostischen Abklärung empfiehlt sich die Überweisung zur Fachärztin oder zum Facharzt (Neurologie, Gerontopsychiatrie) oder in eine spezialisierte Gedächtnisambulanz zu einer medizinisch-psychologischen Diagnostik (Memory Clinic).
 
Hier erfolgt eine umfangreiche Ausschlussdiagnostik, d.h. es werden zuerst körperliche Ursachen ausgeschlossen (körperliche Grunduntersuchung, Labor). Weitere Abklärung erfolgt durch bildgebende Verfahren (Computertomographie), sowie Tests, die z.B. die Merkfähigkeit und andere kognitive Fähigkeiten messen (Minimental-Test).


Hier erhalten Sie weitere Hilfe: 

     
- Universitätsklinikum Tübingen - Memory Clinic / Gedächtnissprechstunde 
  


Wie eine Demenz mit und ohne Medikamenten behandelt werden kann, erfahren Sie auf der Seite  Behandlung.


Die Informationen haben wir folgender Quelle entnommen:
Wegweiser Gedächtnisstörung und Demenz – Ein Leitfaden für Angehörige und Betroffene (6,686 MiB), 2. Auflage 2013, erstellt von der Beratungsstelle für ältere Menschen und deren Angehörige e.V. und der Tübinger Familien- und Altershilfe e.V., herausgegeben von der Universitätsstadt Tübingen, Koordinationsstelle für Senioren und Menschen mit Behinderung.